Alpine Straße der Romanik: wenn´s ein bisschen Kultur sein darf

Möchte man seinen Urlaub nicht mit Faulenzen verbringen, sondern sich die kulturellen Schätze dieser Erde ansehen, dann ist man auf der Südseite der Alpen gut aufgehoben. Denn dort findet sich ein großer Schatz an bedeutenden Denkmälern, mittelalterlicher Kunst und Kultur. Rund 800 Burgen, Schlösser und Ansitze, sowie mehrere Tausend Kirchen und Kapellen, teilweise mit uraltem Freskenschmuck, sind alleine in Südtirol zu finden.

Kultureller Wegweiser: Stiegen zum Himmel

Schon vor dem Urlaub können sich angehende Kultururlauber auf der Website Stiegenzumhimmel einen umfassenden Überblick über die romanischen Kulturstätten in Südtirol und den Schweizer Kanton Graubünden holen. Dort zu finden sind neben detaillierten Beschreibungen zu den Denkmälern auch Links, Termine für Führungen, Veranstaltungen, eine Übersichtskarte, weiterführende Informationen sowie spezielle Angebote. Das Interreg-Projekt „Stiegen zum Himmel – Alpine Straße der Romanik“ wird mit Mitteln der Europäischen Union und des Programms EFRE für regionale Entwicklung finanziert. Das Gebiet gehört heute zur Schweiz und zu Italien. Früher siedelte dort das mit vielen Sagen behaftete Volk der Rätier. Außerdem gründete Kaiser Karl der Große dort das Kloster St. Johann in Müstair. Heute stellt dieses das geografische Herz der „Stiegen zum Himmel“.

Eine Zeitreise ins Mittelalter
   
In dieselbe Zeit ist die von außen eher unscheinbar wirkende Kirche Sankt Benedikt in Mals einzuordnen, die um das Jahr 800 erbaut wurde. Der Freskenschmuck, der im Innern zu sehen ist, stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Nicht fehlen sollte auf einer Kulturreise ein Abstecher nach Sankt Johann in Kastelaz bei Tramin, wo gemalte Fabelwesen zu sehen sind, deren Bedeutung bis heute unbekannt ist. Ebenso sollte ein Besuch im Benediktinerstift Marienberg über der Ortschaft Burgeis auf dem Programm stehen. Die romanische Krypta wartet mit faszinierenden Wandmalereien auf, die dank des konstanten Raumklimas in einer nicht oft zu findenden Farbintensität vorhanden sind. Angeboten werden dort auch Wanderexerzitien für alle, die das einfache Klosterleben kennenlernen und die umliegende Natur entdecken möchten.

Auf historischen Pfaden wandeln

Noch heute sind die einzelnen Kulturstätten durch historische Pfade miteinander verbunden, auf denen einst Ritter und Pilger unterwegs waren. Natürlich kann man die „Alpine Straße der Romanik“ auch heute noch zu Fuß erkunden. Man kann aber auch mit der Vinschger Bahn, der Albulalinie der Rhätischen Bahn oder dem Engadin-Meran-Route-Express die Gegend bequem „erfahren“. Wer gerne ohne Gepäck Wandern möchte, sollte die speziellen Wandern-ohne-Gepäck-Angebote nutzen. Wer lieber auf dem Drahtesel unterwegs ist, der ist bei geführten Radtouren gut aufgehoben. Ganz gleich auf welchem Weg: neben der Kultur erwartet eine traumhafte Berglandschaft die Urlauber.

Foto: djd/Ferienregion Obervinschgau